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Offensiver Umweltschutz – was ist das?

Eine spannende Lesung und anschließende Diskussion mit Jan-Niclas Gesenhues, dem umweltpolitischen Sprecher der GRÜNEN Bundestagsfraktion und ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesumweltministerium erlebten zahlreiche Teilnehmer im Mütterzentrum Beckum. In ihrer Begrüßung wies die GRÜNEN-Ortsverbandsvorsitzende Ingeborg Seliger darauf hin, dass angesichts der Dringlichkeit des Themas eigentlich ganze Stadien gefüllt sein müssten. „Wir haben kein Erkenntnisproblem, sondern ein Handlungsproblem“, so Seliger. Daran knüpfte der Gast aus Berlin direkt an und stellte die Frage: „Wie kann sich die Umweltbewegung fokussieren, mehr Menschen mitnehmen und begeistern? Wie können sich Gruppierungen zusammenschließen, wie lassen sich ungeahnte Verbündete finden, um die Umweltbewegung gemeinsam stark zu machen?“

Mit einer Lesung aus seinem Buch „Offensiver Umweltschutz“ gab es dazu erste Tipps und Denkanstöße, die dann gemeinsam diskutiert wurden. Die Zuversicht, die Gesenhues an den Tag legte und seine interessanten Vorschläge, machten den Zuhörern Mut. „Gemeinsam für eine bessere Zukunft“ könnte die Überschrift lauten, unter der Jeder nach seinem Können und mit seinen Möglichkeiten agiert und dabei gezielt „Verbündete“ sucht, um als Gruppe oder in Eigenregie weitere Menschen zu begeistern. Fakten, wie 50 Millionen Tonnen Kohlendioxidausstoß aus stillgelegten Mooren in Deutschland, stimmten die Zuschauer nachdenklich. Auch bei der Artenvielfalt müsse schnellstens etwas passieren, so Gesenhues, „ansonsten verwalten wir nur noch den Artenkollaps“. Mit dem dem abschließenden markanten Satz des Abgeordneten, „Eine Gesellschaft ohne Umweltschutz ist eine Gesellschaft ohne Zukunft“ endete der Abend mit weiteren Verabredungen zu Aktionen in Sachen Klima und Umweltschutz.