„Pressemitteilung: Das Scheitern der
COP30 in Belém
ist ein Menschheitsversagen“
Die Weltklimakonferenz in Brasilien ist gescheitert. Im Abschlussdokument findet sich nicht einmal das Wort „fossil“. Eine Fahrplan für das Ende der Waldvernichtung und der Nutzung von fossiler Energie wurde nicht vereinbart. Aus Sicht des Klimabündnis im Kreis Warendorf drückt sich in dem Scheitern der Konferenz ein Menschheitsversagen aus.
„Die COP30 in Belém hat gezeigt, dass diese Art von Klimakonferenz nicht mehr funktioniert“, erläutert Anne Bussmann. „Die Fossil-Nationen wie USA, Russland, Indien und Saud-Arabien sabotieren die globale Energiewende, während gleichzeitig der Zubau von erneuerbaren Energien von Rekord zu Rekord eilt – und Deutschland und die EU unterzeichnen so etwas auch noch.“
Dass fossile Konzerne und Staaten ihr Geschäft mit Kohle, Öl und Gas rücksichtslos verteidigen gegen die Energiewende, lässt sich unter anderem mit einer Zahl erklären: Rund ein drittel aller Schifffahrkapazität dient dem Transport von Kohle, Gas oder Öl. Ein Umstieg auf erneuerbare Energien würde diese Schiffe überflüssig machen.
„Was wir tun müssen gegen die Klimakatastrophe und den Artenkollaps ist längst bekannt“, bestätigt Ingeborg Seliger. „Doch schon bei der notwendigen Umstellung des Ernährungssystems verlässt die Politik der Mut.“
Für das Klimabündnis im Kreis Warendorf bedeutet das Scheitern der Klimakonferenz, dass man vor Ort mit konkreten Aktionen weiter gegen die Klimakatastrophe und den Artenkollaps kämpfen wird.
„Wir werden an den beiden kommenden Samstagen unsere 3.000 Bäume pflanzen im Ennigerloher Bürgerwald, denn Aufgeben ist keine Option“, zeigt sich Georg Barth kämpferisch. „Und natürlich werden wir den politischen Druck weiter aufrecht erhalten, damit sich der Kreis Warendorf im Rahmen der Klimafolgenanpassung angemessen auf die bevorstehende 5-Grad-Welt vorbereitet.“
Das Klimabündnis lädt alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich an der Pflanzaktion im Bürgerwald an der Ostenfelder Straße, Ennigerloh, zu beteiligen. Für Verpflegung und warme Getränke vor Ort ist gesorgt.